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Bundespräsident übernahm Ehrenpatenschaft über das siebte Kind der Familie Möbus
Sieben kleine „Zwerge” zu Gast
bei Gladbachs Bürgermeisterin
im Bergisch Gladbach. .Genauso wie andere Mädchen in der Pubertät einen Berufswunsch entwickeln, wusste ich: Ich will viele Kinder haben." Der Jugendtraum hat sich für Nadja Helga Möbus (34 Jahre) erfüllt: Vor zwölf Wochen kam das siebte gemeinsame Kind mit Ehemann Johannes Möbus (39 Jahre) zur Welt. Die kleine Pia war auch der Grund, warum die jetzt neunköpfige Familie am Montag zu Besuch bei Maria Theresia Opladen im Rathaus war. Eine Urkunde und eine Prämie über 500 Mark überreichte die Bürgermeisterin im Namen des Bundespräsidenten, der jeweils für das siebte Kind einer Familie die Ehrenpatenschaft übernimmt.
nOpladen: Ein Zeichen für Optimismus
„Wer heute eine Großfamilie gründet, setzt ein Zeichen von Optimismus”, freute sich Opladen, die selbst fünf Brüder hat. Optimismus strahlen Pias junge Eltern wirklich aus. Sie hatten sich in Bergisch Gladbach kennengelernt. Die Dreizimmerwohnung wurde für den Nachwuchs bald zu eng und so kauften sie vor sechs Jahren ein Haus im Stadtkern – in einer Spielstraße. Pias Geschwister Ines (3 Jahre), Marie (5 Jahre), Sophie (8 Jahre), Jana (10 Jahre

Bürgermeisterin Opladen (l.), umringt von neun Mitgliedern der Familie Möbus. Foto: Daub
Luisa (11 Jahre) und den ältesten, Simon (15 Jahre), teilen sich jeweils zu zweit ein Zimmer. „So ist niemand mitseinen Sorgen, Geheimnissen und Freuden allein”, sagt Mutter Nadja Helga. In die Ferien geht es mit dem Familientransporter – im „Stammquartier” in Bayern werden zwei Wohnungen gemietet. Die Kinder genießen das trubelige Leben in der Großfamilie. Nur manchmal träumt Jana davon, ein Einzelkind zu sein. „Die kriegen Taschengeld und mehr Geschenke zum Geburtstag.” Dass viele Kinder riesige Kosten bedeuten, finden die Möbus nicht. Nur in „Stoßzeiten”, wenn etwa zwei Klassenfahrten gleichzeitig anstünden, werde es finanziell eng. Verzichten lernen gehört für die Sprößlinge eben dazu. Für die Eltern aber auch – Zeit zu zweit ist selten. „Die genießen wir dann aber umso mehr”, sind sich Heilpraktiker Möbus und seine Frau einig.
Für 70 100 Kinder in Deutschland haben Bundespräsidenten bislang eine Ehrenpatenschaft übernommen. In Bergisch Gladbach erhält im Schnitt höchstens ein Kind pro Jahr die Urkunde. In einer dieser Familien kam neulich das neunte Kind zur Welt. Bekommt wohl auch Pia Möbus noch ein Geschwisterchen? Das lässt die junge Mutter offen. „Ob sie schon die Letzte ist, wissen wir alle noch nicht!”
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